Auszeit vom Baustress

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Wunderschöne Strände hat die Opalküste im Norden Frankreichs zu bieten. Mit fünf Stunden Fahrzeit ist es dorthin für uns nicht viel weiter als an die deutsche oder holländische Küste.

Das Jahr 2014 stand bei uns ganz im Zeichen des „Häuslebauens“. Deshalb mussten größere Reisen wie in die USA, nach Kenia oder nach Schottland leider ausfallen. Dennoch gönnten wir uns im Mai ein paar Tage an Frankreichs Opalküste. Besser gesagt: Sara gönnte mir einen Trip nach Frankreich. Denn das ganze war mein Geburtstagsgeschenk.

Beschauliches Équihen-Plage

Ganz im Norden, nahe Boulogne-sur-mer, liegt das kleine ehemalige Fischerdorf Équihen-Plage. Untergebracht in einer schön angelegten Bungalow-Siedlung, genossen wir bei gutem Wetter und ebenso gutem Essen die kurze Erholung vom Baustress. Die Ferienhäuser waren übrigens sehr sauber und gemütlich eingerichtet.

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Diese Bungalow-Siedlung war unsere Heimat auf Zeit in Equihen-Plage.
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Ein Blick ins Innere des Ferienhauses: modern und gut eingerichtet.

Die ausgedehnten Sandstrände der Opalküste

Recht wenig Betrieb herrscht an den Stränden rund um Equihen-Plage.
Recht wenig Betrieb herrscht an den Stränden rund um Equihen-Plage.

Was besonders schön war: Es war überhaupt nichts los und wir hatten den kilometerlangen und sehr breiten Sandstrand praktisch für uns. Außerdem passte das Wetter besser als es oftmals in Holland der Fall war! Deshalb die klare Empfehlung, im Frühjahr dorthin zu reisen.

Was nachdenklich stimmte: Überall am Strand fanden sich Überreste des Atlantikwalls in Form von Bunkern. Da wurde einem nochmals die dunkle Vergangenheit unseres Heimatlandes vor Augen gehalten. Eine Geschichte, die sich niemals wiederholen darf! Das darf gerade in den heutigen Zeiten nicht vergessen werden, wo Populisten auf der ganzen Welt regen Zulauf erfahren!

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Vielerorts findet man in Nordfrankreich die Überreste des Atlantikwalls. Sie sollten ein Mahnmal dafür sein, dass sich die dunkle Zeit des Zweiten Weltkriegs niemals wiederholen darf.

Was schade war: Der geplante Antrag, den ich meiner Herzdame am Strand machen wollte, fiel leider aus. Die Ringe waren nicht rechtzeitig geliefert worden. So musste ich den obligatorischen Kniefall einige Tage später im nicht ganz so romantischen Ambiente unserer damaligen Wohnung nachholen. Uns wird diese Reise jedenfalls sicherlich immer als Ort unserer „Fast-Verlobung“ in Erinnerung bleiben. Und wer weiß, vielleicht machen wir uns ja eines Tages nochmal auf den Weg in die Vergangenheit…

Kurze Anreise

Es sind ja nur 5:30 Std. bis zu der Region unmittelbar neben der Normandie… Weiter ist es da jedenfalls zu den Orten unserer Vor-Hochzeits– und Hochzeits-Reisen. Darüber hinaus ließe sich der Trip exzellent mit ein paar Tagen in Paris verbinden. Die Fahrzeit beträgt lediglich zweieinhalb Stunden.

Strandsegeln in Nordfrankreich

Ihr fragt euch jetzt sicher, was man so an der Opalküste unternehmen kann. Die Möglichkeiten sind reichhaltig. Probiert doch beispielsweise den regionalen Volkssport, das Strandsegeln, aus. Weil der Ebbe-Flut-Unterschied hier gewaltig ist, sind die Strände bei Ebbe vielfach kilometerbreit. Dadurch hat sich diese Art der Freizeitbeschäftigung an der Côte d’Opale entwickelt. Die Geschwindigkeiten, die ihr erreichen könnt, liegen zwischen 50 und 150 km/h. Krass, oder?

Im Reich der Ozeane

In Boulogne-sur-Mer gibt es ein schönes Aquarium, das wir besuchten, als das Wetter für ein paar Stunden nicht so toll war. Im Nausicaa (24 € pro Person) gibt es mehr als 32.000 Meeresbewohner zu sehen, darunter Haie und Rochen. Viele Informationen und interaktive Elemente bereichern das Erlebnis. Auch sonst lohnt sich ein Abstecher in die Geburtsstadt eines gewissen Franck Ribéry – sei es zum Shoppen oder für einen Spaziergang an der Hafenpromenade.

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Im Aquarium von Boulogne-sur-Mer leben nicht nur weit mehr als 32.000 Meeresbewohner, sondern auch Leguane, Pinguine und viele Arten mehr.

Küsten wie im Pilcher-Roman

Apropos Spaziergang: Was ihr keinesfalls verpassen solltet, ist eine Wanderung an der wunderschönen Küste, die mitunter Rosamunde-Pilcher-Filmen entsprungen zu sein scheint. Auch die saftig-grün bemoosten Felsen auf weißem Sand geben malerische Fotomotive ab. Besonders schön sind das Cap Gris-Nez und das Cap Blanc-Nez.

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Dieses Bild wirkt beinahe wie aus einem apokalyptischen Endzeit-Film. Es war wirklich nicht viel los, als wir im Mai an der Opalküste waren.
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Ziemlich cool fanden wir die bemoosten Felsen, die es vielerorts am Strand gab.

Lohnenswert ist zudem der Besuch in einem der Restaurants rund um Equihen Plage. Der fangfrische Fisch ist eine Sensation – das können wir aus eigener Erfahrung bezeugen!

Dover und die Normandie

Wenn ihr eine 40-minütige Autofahrt nicht scheut, wäre außerdem ein Abstecher zum Eurotunnel in Calais denkbar. Auch nach England ist es damit nicht weit. Schaut euch doch einfach mal Dover an. Inklusive Schifffahrt seid ihr in weniger als zwei Stunden vor Ort. Die britische Hafenstadt ist wunderschön! In weniger als zwei Stunden seid ihr zudem in Dieppe, einem der beliebtesten Urlaubsorte der Normandie. Auch das wäre ein gelungener Tagesausflug.

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Ein wunderschöner, schier endloser Strand in Equihen-Plage.
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Spannendes Motiv: Das Meer war an einem Urlaubstag von einer weißen Schaumkrone überzogen. Es wirkte beinahe, als sei man im Polarmeer.

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