Abenteuer USA Südwesten

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In den kommenden Wochen nehmen wir euch mit auf eine Rundreise durch den Südwesten der USA. Bevor es soweit ist, gibt es quasi als Einleitung ein paar Tipps zur Planung.

Selbst buchen spart bares Geld

Wir haben den ganzen Roadtrip wieder komplett in Eigenregie geplant und Unterkünfte, Flüge, Unternehmungen usw. separat und höchstselbst gebucht. Das spart eine Menge Kosten. Wir haben von mehreren Bekannten gehört, dass sie für einen sehr ähnlichen Trip bis zu 3.000 Euro mehr ausgegeben haben.

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Wenn ihr Flugpreise über mehrere Monate vergleicht, könnt ihr ein paar hundert Euro sparen.

Flugpreise über einen längeren Zeitraum beobachten

Das A und O ist es, sich mit dem Buchen der Flüge Zeit zu lassen. Am besten schon circa ein Jahr vorher anfangen, auf Seiten wie Skyscanner oder Opodo die Preise zu verfolgen und vergleichen. Dann kann man nach einigen Wochen die Preisentwicklung abschätzen und im richtigen Moment buchen. Ein bisschen ist das vergleichbar mit Aktiengeschäften. Die Kurse variieren tatsächlich extrem!

Wir haben letztlich am „Black Friday“ zugeschlagen und uns Flüge von Frankfurt nach San Francisco für 504 Euro pro Person gesichert. Dabei mussten wir je einmal pro Strecke zwischenlanden: Auf dem Hinweg in Vancouver, auf dem Rückweg in London. Geflogen sind wir mit der Star Alliance (Air Canada, United Airlines und Lufthansa). Mit anderen Anbietern geht es bestimmt auch günstiger, aber ein gewisser Komfort und maximales Sicherheitsgefühl sind uns nicht ganz unwichtig.

Mietwagen-Vergleichsportale nutzen

Als nächstes kam der Mietwagen an die Reihe. Über Portale wie Check24 und Co. kann man die Preise ganz gut vergleichen. Wir haben für unseren VW Jetta (ja, den gibt´s in den Staaten noch) 627 Euro für drei Wochen bezahlt und waren sehr zufrieden mit unserer Wahl. Enthalten sind bereits sämtliche Versicherungen und unbegrenzte Freikilometer – was bei ca. 7000 km Strecke nicht ganz unwichtig ist. Hinzu kam lediglich der Sprit in Höhe von 320 Euro. Da kann man sicher nicht meckern!

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Für unseren Mietwagen haben wir 627 Euro gezahlt. Die Spritpreise sind in den USA moderat.

Der Plan: 100 Euro pro Übernachtung

Übernachtet haben wir in der Regel in klassischen Motels. Echten Luxus haben wir uns nur an ausgewählten Orten gegönnt: In Las Vegas hatten wir eine Suite im 26. Stock des MGM Signature, in Los Angeles eine traumhafte Zeit im Desert Haven Guesthouse und in Blanding (Utah) verbrachten wir eine Nacht in den Abajo Guest Cabins, einer wunderschönen Blockhütte mitten im Wald. Alles in allem schlugen die Unterkünfte, die wir allesamt über booking.com gebucht haben, mit durchschnittlich 100 Euro pro Nacht zu Buche. Für 21 Übernachtungen kamen wir auf 2.146 Euro. Dabei muss man sagen, dass keine gebuchte Unterkunft wirklich schlecht war. Natürlich bewegen sich 60 Euro-Motels aber auch nicht auf Vier-Sterne-Niveau. Wir waren jedoch eigentlich überall zufrieden.

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Wenn ihr bei der Wahl der Unterkünfte öfters auf Motels zurückgreift, kommt ihr mit 100 Euro pro Nacht hin – und könnt euch ab und zu etwas besseres gönnen.

Das Essen war ein Preistreiber

Das Essen war insgesamt teurer als gedacht. Unter 50 Euro pro Tag kommt ihr ganz sicher nicht weg.
Das Essen war insgesamt teurer als gedacht. Unter 50 Euro pro Tag kommt ihr ganz sicher nicht weg.

Ein Punkt, der etwas mehr zu Buche geschlagen hat, als wir dachten, ist das Essen. Es lohnt sich einfach nicht, in Fertiggerichte zu investieren. Und man braucht nicht zu denken, dass ein Salat günstiger ist als ein vollwertiges Essen wir BBQ oder Burger. Zudem gibt es in den meisten Unterkünften kein oder nur ein dürftiges Frühstück. Deshalb sind wir oftmals zweimal täglich Essen gegangen und hatten für unterwegs stets Obst, Toast, Brotaufstrich und ein paar Powerriegel dabei. Kalkuliert hatten wir für Verpflegung mit 800 Euro, am Ende waren es rund 1.200 Euro.

Dabei haben wir nicht über die Stränge geschlagen, sondern mittags meist einen Fastfood-Anbieter angesteuert, die es in Form von KFC, Chicken-Fil-A & Co. reichlich gibt. Abends gab es dann oft einen etwas besseren Burger (Pulled Pork) oder ein leckeres Texas Barbeque bzw. an der Küste gern auch mal Fish & Chips. Anders als bei uns sollte man stets zwischen 15 und 20 Prozent Trinkgeld geben, weil die Kellner(innen) davon leben. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass überall die Softdrinks kostenlos nachgefüllt werden. Egal ob Luxusrestaurant oder Fastfood-Kette – man bezahlt nur ein Getränk.

Unternehmungen und Eintrittsgelder

Der letzte nennenswerte Kostenpunkt sind schließlich die Unternehmungen. Das lässt sich wieder besser kalkulieren. Wir haben fast auf den Euro genau mit dem Endergebnis abgeschlossen wie geplant. Zunächst einmal sollte man definitiv den America the Beautiful National Parks Pass kaufen. Der kostet umgerechnet 69 Euro, gilt für zwei Erwachsene und ist am Eingang sämtlicher Nationalparks erhältlich. Mit dieser Einmalzahlung hat man dann ein Jahr lang freien Eintritt in sämtliche Nationalparks der USA. Das lohnt sich schon ab dem Besuch von drei Nationalparks – und ihr werdet sicherlich im Rahmen einer Rundreise eher mehr besuchen (Grand Canyon, Yosemite, Joshua Tree, Arches, Zion, Bryce …).

Neben den State Parks solltet ihr mit einigen Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel und besondere Unternehmungen rechnen.
Ihr solltet mit einigen Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel und besondere Unternehmungen rechnen.

Nicht gültig ist er auf dem Gebiet der Navajo-Indianer. So zahlten wir für eine geführte Tour durch den Lower Antelope Canyon 100 Dollar und im Monument Valley 20 Dollar für ein Auto mit zwei Personen. Für eine Alcatraz-Tour wurden inklusive Überfahrt mit der Fähre 60 Euro für uns beide fällig. In der Geisterstadt Bodie mussten wir – wie bei jedem State-Park in Kalifornien – 10 Dollar zahlen.

Hinzu kamen kleinere Unternehmungen wie eine Fahrt mit dem Cable Car in San Francisco, die McWay Falls am Highway 1 oder diverse Parkgebühren und Bus-Tickets. Spontan beschlossen wir, am vorletzten Tag noch eine Whale Watching Tour in Monterey zu unternehmen. Diese schlug mit 90 Dollar zu Buche, so dass wir letztlich für Eintritte knapp 400 Euro los waren.

Die Gesamtkosten

Unter dem Strich ist eine dreiwöchige Reise durch den Südwesten der USA damit natürlich kein ganz billiges Vergnügen, aber dennoch absolut erschwinglich. Wir zahlten am Ende inklusiver einiger Einkäufe (Schuhe, Jeans, …) ziemlich genau 6.000 Euro. Mit 3.000 Euro pro Person war also alles, aber auch wirklich alles bezahlt. Und wenn man bedenkt, wie viel man geboten bekam, ist das ein Spottpreis, so viel ist sicher! Da war auch der Schottland-Trip im Vorjahr nicht viel günstiger…

 

 

7 Kommentare zu „Abenteuer USA Südwesten

  1. Sehr interessante Kostenaufstellubg! Also kann man 1000 pro Woche rechnen. Sehr interessant für ich! Die USA Westküste steht bei uns noch auf der Bucket list! Merci für den Beitrag!

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    1. Wir können das nur wärmstens empfehlen! Bisher denk ich unser schönster und abwechslungsreichster Trip! Mit wieviel Geld man rechnen muss ist natürlich auch immer von den persönlichen Vorlieben abhängig. Aber bei uns hat es mit dem Budget sehr gut geklappt!

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