Im Reich der Eichhörnchen

Freilebende Eichhörnchen, die so zahm sind, dass sie Spaziergängern freiwillig ganz nah kommen – gibt’s nicht, meint ihr? Doch, sagen wir! Von einem Bekannten hörten wir im März 2019 vom sogenannten Eichhörnchenwald in Fischen im Allgäu. Gleich am nächsten Tag beschäftigten wir uns damit und beschlossen: Das müssen wir sehen! Gesagt, getan – nur zwei Monate später waren wir vor Ort. Sara hatte mir diesen Wochenendtrip zum Geburtstag geschenkt. Passenderweise hatte sie am Tag der Anreise sogar noch selbst Geburtstag – was für ein Zufall!

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Der idyllische Ort Fischen im Allgäu wirkt schon bei tristem Wetter beschaulich. Bei Sonnenschein oder nach ordentlichen Schneefällen ist er sicherlich wunderschön.

Leider spielte am kompletten Wochenende das Wetter so gar nicht mit. Daher fielen eigentlich geplante Abstecher ins Kleinwalstertal, nach Oberstdorf oder zum Eibsee ins Wasser. Immerhin fanden wir nach der Ankunft einen kurzen trockenen Abschnitt, in dem wir den zehnminütigen Fußweg vom Hotel zum Eichhörnchenwald in Angriff nahmen.

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Der Eingang zum zauberhaften Eichhörnchenwald.

Schon nach kurzer Zeit sahen wir die ersten Nagetiere, die sich uns bald bis auf wenige Meter näherten. Schließlich gingen sie sogar auf Tuchfühlung und kletterten mir auf das Knie bzw. schnupperten an Saras Hand. Dieser Spot ist definitiv einen Besuch wert, wenn ihr in der Nähe seid. Extra dafür würden wir allerdings keine fünfstündige Fahrt aus dem Siegerland auf uns nehmen.

 

Am zweiten Tag ließen wir uns vom Regenwetter nicht abschrecken und fuhren zur Breitachklamm. Wir spazierten ein wenig durch die Schlucht, die uns nach den Erfahrungen mit den Canyons im Südwesten der USA allerdings nicht mehr wirklich beeindrucken konnte.

Danach überlegten wir, welche Unternehmungen sich bei dem tristen Wetter noch lohnen könnten. Schließlich entschieden wir uns für eine Fahrt zum Schloss Neuschwanstein, da dieses auf Saras Bucketlist stand. Leider verschlechterte sich das Wetter noch einmal. Zum dichten Regen gesellte sich zunehmend eine Nebelwand, so dass das Märchenschloss verhangen war. Von einem Besuch hielten uns nicht zuletzt die Massen an chinesischen Touristen ab, die dort umherwanderten. Eine solche mehrtägige Schlechtwetterphase hatten wir bislang nur rund um die schottischen Lochs erlebt.

Daher beschlossen wir, nach Fischen zurückzukehren. An beiden Abenden aßen wir in einem griechischen Restaurant im Ortskern und erfreuten uns am leckeren bayerischen Bier. Am Sonntag ging es dann schon wieder zurück nach Hause. Was etwas gemein war: Auf der Hinfahrt hatte bis Nürnberg die Sonne geschienen, während es im Allgäu aus Eimern goss und zeitweise sogar ein wenig schneite, und auf dem Rückweg war es ab Stuttgart in Richtung Norden wieder schön. Aber so ist das manchmal mit Kurztrips. Dieser war im Nachhinein etwas zu teuer für das, was uns geboten wurde. Dies lag aber sicherlich auch am Wetter. Das Allgäu hat an und für sich einiges zu bieten. Und auch so tat es gut, einmal herauszukommen, denn wir hatten beide gerade neue Jobs angetreten, wobei einige Überstunden anstanden und neue Abläufe kennenzulernen waren.

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Little Canada mitten im Allgäu: Dies war der Fußweg vom Ortskern zu unserem Hotel.
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