Robinson-Urlaub auf Korcula

Auf der Insel Korcula fanden wir im Juni 2019 vor allem eines: Ruhe und Erholung! Beides hatten wir bitter nötig, nachdem wir im Februar bzw. April neue Jobs angetreten hatten. Wochenlang fieberten wir diesem Urlaub entgegen und waren gespannt, wie sich das dalmatinische Eiland im Vergleich mit den anderen kroatischen Inseln schlagen würde, die wir bisher erkundet haben: Krk, Hvar, Mljet und Dugi Otok. In unserer Wahrnehmung war Hvar deutlich abwechslungsreicher, Mljet hatte insbesondere mit dem Naturschutzgebiet und tollen Restaurants einiges zu bieten und Dugi Otok punktete mit flachen Stränden und malerischen Sonnenuntergängen rund um den Leuchtturm. Dennoch bleibt uns der Urlaub auf Korcula als der wohl erholsamste (und vielleicht schönste) von allen in Erinnerung. Denn unter dem Strich aber ging es uns nicht so sehr um Sightseeing.

Küste (3)
Das war unsere „Heimatbucht“ auf der Insel Korcula.
01 Split
Abfahrt mit der Fähre von Split in Richtung Vela Luka.

Daher hatten wir uns ein freistehendes Haus in einer ruhigen Bucht etwa zehn Fahrminuten außerhalb von Vela Luka ausgesucht. Hier standen neben unserem Haus nur zwei weitere Gebäude, die Einheimischen gehörten. Diese waren am Wochenende vor Ort, aber unter der Woche hatten wir den Strand und die gesamte Gegend für uns. So konnten wir meist die Außendusche nutzen ohne uns nach Spannern umzusehen. 😉 Das Haus lag nur sechs Meter vom Meer entfernt – einfach traumhaft! Schnell war die strapaziöse Anreise vergessen. Wir waren freitagmittags in Siegen aufgebrochen, um abends in Graz (BB Hotel Süd) zwischen zu übernachten. Am Morgen ging es gegen 9 Uhr weiter nach Split. Dort nahmen wir die 17.30 Uhr-Fähre nach Vela Luka. Hier sind einige Impressionen vom Haus und der direkten Umgebung:

Größere Ausflüge wie eine Fahrt nach Mostar, die wir im Vorfeld geplant hatten, ließen wir einfach ausfallen. Zu schön war das Areal um „unser“ Ferienhaus. Dennoch unternahmen wir einen kurzen Abstecher nach Korcula Stadt, das zurecht als „Klein-Dubrovnik“ bezeichnet wird und als Geburtsstadt von Marco Polo gilt.

Auch das im Inneren der Insel gelegene Blato schauten wir uns an. Dort gibt es neben einer schönen Kirche auch eine sehenswerte Allee und einen netten Park. Gut und günstig essen könnt ihr hier im Restaurant Zlinje. Anders als in den Konobas, die wir in Korcula und Vela Luka ausprobierten, gab es hier dalmatinische Küche und nicht nur Pizza, Pasta und Salate oder Meeresfrüchte. Vela Luka war immer wieder unsere Anlaufstelle für Einkäufe, Müllentsorgung und Tanken. In dem großen Supermarkt am Ortseingang findet ihr alles, was ihr für den täglichen Bedarf braucht.

Nicht so beeindruckend fanden wir die vielfach angepriesene Vela Spiljia. Die historisch bedeutende Grotte und archäologische Ausgrabungsstätte hatte nichts, der Weg hinauf bot allerdings schöne Ausblicke. Dort oben begegneten wir auch zwei Mungos, die miteinander kämpften und spielten. Zunächst bemerkten uns die possierlichen Tiere gar nicht, so vertieft waren sie in ihr Tun. Als ich jedoch die Kamera starklar hatte, machten sie sich schnell von dannen.

Nachdem die erste Woche ausschließlich von Sonnenschein begleitet war, ließ sich die Sonne am Samstag kaum blicken. Lediglich zu Boris‘ morgendlicher Jogging-Runde brannte sie unerbittlich vom Himmel. Sobald er in der Bucht eingelaufen war, verzog sie sich und kam erst am folgenden Tag wieder heraus. Dies sollte aber die einzige kurze Pause bleiben, die sich die Sonne nahm.

Sternenhimmel (1)
Sternenklare Nächte erlebten wir auf der Insel Korcula.

Abschließend möchten wir noch einmal die Gastfreundlichkeit der Kroaten insgesamt und von unserem Vermieter Niki und dessen Frau herausstellen. Sie ließen es an nichts fehlen, holten uns am ersten Tag von der Fähre ab und zeigten uns das Haus und den durchaus verschlungenen Weg dorthin. Auch hatten sie neben Holzkohle selbstgemachten Likör und einige Artikel des täglichen Bedarfs dort deponiert, die wir nutzen durften. Zudem trafen wir uns an einem der letzten Abende mit ihnen in Vela Luka in einer Bar und hatten einen sehr schönen Abend mit Niki & Niki. Ansonsten bestand unsere Hauptbeschäftigung (neben dem Lesen) im Erkunden der abwechslungsreichen Unterwasserwelt der kroatischen Adria.

 

Falls ihr weitere Ausflugstipps benötigt, können wir euch nur sagen, was wir getan hätten, wenn wir nicht so faul gewesen wären: mit dem Taxi-Boot oder Kajak zur Insel Badija und/oder Insel Proizd sowie Wanderungen auf den Berg Hum und im Naturschutzgebiet Kocje. In Dubrovnik und bei der Blauen Grotte sowie auf der Insel Vis und Mljet waren wir bereits. Deshalb fielen diese Angebote von Anfang an weg. Lediglich den Berg Hum bei Vela Luka steuerten wir noch an. Die Aussicht von der alten, verlassenen Festung ist wirklich überwältigend.

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